Wim Wenders: Umstrittenes Bekenntnis

3. Juni, 2026

Zur Verleihung des Ehrenpreises fand der Filmemacher offene Worte

(pst). Große Ehre, dunkler Schatten: Wim Wenders wurde beim Deutschen Filmpreis mit dem Ehrenpreis gefeiert. In seiner Dankesrede brachte der 80-Jährige selbst ein umstrittenes Thema zur Sprache. Es ging um einen alten Film, in dem die damals erst 13-jährige Nastassja Kinski halbnackt zu sehen war. Seit Jahren will sie die Szene entfernen lassen. Wenders zeigte sich auf der Bühne nun einsichtig, aber auch zögerlich. „Das würde ich heute nie mehr so machen“, bekannte der Alt-Regisseur offen. Zugleich sprach er von einer moralischen Frage: „Kann man einen Film im Nachhinein kürzen?“ Er sei „ratlos“ und wolle die Debatte nicht allein tragen. Das aber stößt auch auf Kritik. Mehrere bekannte Schauspielerinnen äußerten sich entsprechend in den Sozialen Medien, wie die „Berliner Morgenpost“ berichtete. Demnach schrieb etwa Schauspielerin Rosalie Thomass „Es ist zum Schämen.“ Und „Wunderschön“-Kollegin Karoline Herfurth meinte: „Es wäre so groß gewesen, wenn ein so großer Mann einmal öffentlich gesagt hätte: Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe es versäumt, ein ungeschütztes 13‑jähriges Kind zu schützen.“

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