Die „Sisi & ich“-Schauspielerin widersetzt sich Druck und Dauerbewertung
(pst). Zwischen knallharter Agentin und verletzlicher Mutter: Susanne Wolff liefert gerade richtig ab. In der erfolgreich gestarteten Netflix-Serie „Unfamiliar“ spielt sie eine Frau mit Geheimdienst-Vergangenheit, die zwischen alter Welt und neuem Leben balanciert. Ab Donnerstag legt die 52-Jährige im Kino nach: In „Missing*Link“ brilliert sie als trauernde Mutter, die sich nach einem schweren Verlust verzweifelt an ihre Tochter klammert. Die gebürtige Bielefelderin gilt seit Jahren als Ausnahmeschauspielerin, und das ohne großes Star-Gehabe. Statt Glamour setzt sie auf Haltung. Im Interview sprach sie kürzlich offen darüber, wie hart der Druck gerade für Frauen geworden ist: „Wir sind im Zeitalter der permanenten Beurteilung angekommen. Alles wird beurteilt und kommentiert, nahezu pausenlos. Die Diskrepanz zwischen der modernen Frau und der immer noch altbasierten Erzählung, die immer weiter wiederholt wird, ist groß“, so Wolff zu „Marie Claire“. Damit meinte sie den ständigen Blick von außen durch andere, etwa bei Social Media. Kein Wunder also, dass die Schauspielerin Rollen mit Brüchen sucht statt Hochglanz-Figuren. Privat bleibt sie betont zurückhaltend, meidet den Roten-Teppich-Zirkus, wo es geht. Klatsch sucht man über Susanne Wolff vergebens. Sie fällt eben lieber durch ihre Kunst auf!

