Rosa von Praunheim: Unvergessen und frisch geehrt

25. März, 2026

Eine aktuelle Ausstellung gibt neue Einblicke in sein Schaffen

(pst). Ein Abend zwischen Kunst und Kloß im Hals: In der Berliner Galerie Mond wurde am vergangenen Samstag die Ausstellung „Rosa in the Sky“ eröffnet – ein sehr persönliches Echo auf das Lebenswerk von Rosa von Praunheim (†83). Abseits seiner Filmkunst steht hier noch bis zum 4. April sein Schaffen als Maler und Zeichner im Fokus. Viele Weggefährten und Bewunderer kamen, um den im Dezember 2025 verstorbenen Künstler und Aktivisten zu ehren, darunter Claudia Roth und Tom Tykwer. Im Mittelpunkt stand natürlich auch einer, der selbst kaum stehen konnte: Rosas Witwer Oliver Sechting (50). Sichtlich mitgenommen musste er sich zwischendurch setzen, bat darum, ihn mal ein bisschen in Ruhe zu lassen. Zwischen Freude über die Würdigung und spürbarer Trauer schwankend, wurde deutlich, wie nah der Verlust noch ist. Und doch blitzte der unvergessliche Rosa selbst immer wieder durch. Etwa in einem seiner Bilder mit dem typischen, bitterbösen Humor: „Wenn ein Arzt zu einem Patienten sagt, Sie sind unheilbar krank, muss man das nicht so ernst nehmen – vielleicht stirbt ja der Arzt.“ Ein Satz, der hängen bleibt. So wie dieser Abend.

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