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Donnerstag, 12. Februar 2026

Ausfüllen bis Aufbewahren: Wichtiges zum Organspendeausweis

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Informationen, die Leben verändern

12. Februar, 2026

Dokumentierte Entscheidungen zur Organspende entlasten Angehörige

(DJD). Aktuell hoffen rund 8.600 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan, das ihr Leben retten könnte. Im Jahr 2024 standen jedoch nur 2.855 Organe von postmortalen Spenderinnen und Spendern zur Verfügung – viel zu wenige, um den Bedarf zu decken. Für viele Betroffene bedeutet dies lange Wartezeiten, geprägt von Unsicherheit und enormer Belastung für sie und ihre Familien. Experten führen die geringe Spendebereitschaft in Deutschland auch darauf zurück, dass zu wenig Wissen rund um die Organspende vorhanden ist.

Aufklärung ist wichtig

Um diesem Informationsdefizit zu begegnen, startet das Westdeutsche Zentrum für Organtransplantation (WZO) unter der Leitung von Dr. Ebru Yildiz gemeinsam mit Partnern wie Chiesi jetzt die bundesweite Kampagne „DeutschlandEntscheidetSich“. Ziel ist es, über Organspende aufzuklären, Unsicherheiten zu reduzieren und Wissen bereitzustellen, das eine selbstbestimmte Haltung ermöglicht. Unter www.deutschlandentscheidetsich.de gibt es alle Informationen dazu. Dort kann man sich auch einen Organspendeausweis selbst ausfüllen, herunterladen und ausdrucken.

Informationen als Grundlage für Klarheit

„Nur, wer sich ausreichend informiert fühlt, kann eine Entscheidung mit einem sicheren Gefühl treffen – unabhängig davon, wie diese Entscheidung ausfällt“, betont Nicole Seeligmüller, Brand & Customer Managerin Care bei Chiesi. Ob für oder gegen eine Spende: Ein solcher Entschluss ist sehr persönlich und sollte verbindlich festgehalten werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ein klassischer Organspendeausweis schafft Klarheit, ebenso das seit dem 18. März 2024 verfügbare Online-Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende. Dort lässt sich die persönliche Entscheidung digital eintragen – ein Schritt, der Transparenz schafft und im Ernstfall die Angehörigen entlastet. Auch die elektronische Patientenakte bietet zunehmend Möglichkeiten, die eigene Einstellung zu dokumentieren. Krankenkassen fördern diese Optionen, um Angehörige in Notfällen zu entlasten und ihnen Sicherheit in einer ohnehin belastenden Situation zu geben.

Gemeinsames Engagement für mehr Transparenz

Begleitet wird die Kampagne von Partnern aus dem Gesundheitssektor, die Aufklärungsarbeit als Schlüssel für eine verbesserte Organspendekultur sehen. Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist Schirmherrin der Kampagne.

Nur wer gut informiert ist, kann Entscheidungen treffen, die sich stimmig anfühlen – unabhängig davon, wie sie ausfallen.

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