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Kita-Finanzierung: Ostländer Spitze, Südländer Schlusslicht

4. Februar, 2026

Die ostdeutschen Bundesländer investieren deutlich mehr in die Kinderbetreuung als die westdeutschen. Besonders niedrig sind die Ausgaben in Baden-Württemberg, dem Saarland und Bayern, wie Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen.

Geis-Thöne, Wido l Pressemeldung

Rund 9.600 Euro pro Kind haben die Bundesländer 2023 durchschnittlich für die Betreuung von unter Sechsjährigen ausgegeben. Das geht aus einer IW-Auswertung auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik hervor. Besonders hoch sind die Ausgaben demnach in den ostdeutschen Ländern. Brandenburg liegt mit 12.145 Euro pro Kind an der Spitze, gefolgt von Berlin mit knapp 12.000 und Mecklenburg-Vorpommern mit rund 11.000 Euro. Die geringsten Investitionen verzeichnen Baden-Württemberg, das Saarland und Bayern mit jeweils unter 9.000 Euro pro Kind.

Hohe Kosten für die Jüngsten

Die hohen Ausgaben in Ostdeutschland hängen mit der guten Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zusammen. Gut 30 Prozent der Kinder in den Kitas sind dort unter drei Jahre alt, was deutlich über dem Anteil im Westen liegt. Da die Betreuung der Jüngsten besonders viel Personal erfordert, sind die Kosten entsprechend hoch. Thüringen ist das einzige ostdeutsche Bundesland, das weniger als der bundesweite Durchschnitt in die Kinderbetreuung investiert.

Im Westen ist nur jedes fünfte Kita-Kind jünger als drei Jahre, obwohl auch hier die Nachfrage hoch ist. Entsprechend fallen die Ausgaben meist niedriger aus. Nur Hamburg und Hessen erreichen mit rund 10.500 Euro pro Kind etwa das Niveau der ostdeutschen Länder. Die Ausgaben für die Vorschulen, die in Hamburg viele Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung besuchen, sind hier nicht miteingerechnet.

Kitamangel bremst Familien und Arbeitsmarkt

Eine verlässliche Kinderbetreuung ist für Familien und die Wirtschaft unverzichtbar. Dennoch fehlen nach IW-Berechnungen deutschlandweit noch rund 300.000 Plätze für unter Dreijährige. „Auch bei der Sicherung der Qualität der Betreuung muss noch wesentlich mehr passieren“, sagt IW-Experte Geis-Thöne. Insbesondere gilt das mit Blick auf die Sprachförderung, die immer mehr Kinder in der Kita brauchen, um den Schuleintritt erfolgreich zu meistern. „Dafür muss der Staat mehr Geld je Kind investieren.” So sollte das Niveau der öffentlichen Ausgaben im Betreuungsbereich trotz absehbar sinkender Kinderzahlen zumindest erhalten bleiben.


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Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft l Geis-Thöne, Wido

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